Schweizer Stiftung
pro integral

c/o Markus Zimmermann
Käsereistrasse 12
CH-4914 Roggwil

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Vorwort des Stiftungsratspräsidenten

Bereits mit 17 Jahren wurde ich mit der Thematik „Krebs“ konfrontiert. Damals verstarb mein Vater nach 3-monatiger Krankheit an einem Lungen- und Hirntumor. Später, als ich in der Assekuranz tätig war, betreute ich einen Schadenfall eines jungen, schwerstbehinderten Menschen, welcher nach einem tragischen Freizeitunfall ein schweres Schädel-Hirn-Trauma davontrug. Hier erkannte ich die Problematik der Nachbetreuung in Alters- und Pflegeheimen. Dass ein Direktbetroffener im Alter von 19 Jahren ganz andere Bedürfnisse im alltäglichen Leben hat als ältere Menschen in einem Altersheim, ist für uns alle nachvollziehbar und klar. Dass diese Situation eine spezielle Herausforderung an die Pflegenden darstellt und es durch den Altersunterschied zu Spannungsfeldern zwischen jungen und den älteren Bewohner(inne)n kommt, erkennt man erst nach reiflicher Überlegung und Einschätzung einer solchen Situation.

Dass Hirnverletzte nicht selten in Institutionen für geistig oder mehrfach Behinderte eingegliedert werden, ist sehr schwer nachvollziehbar. Schenkt man den wissenschaftlichen, therapeutischen und pflegerischen Erfahrungen genügend Aufmerksamkeit, so erkennt man, dass Hirnverletzte nie mit geistiger Behinderung verglichen oder gleichgesetzt werden dürfen, auch nicht ansatzweise.

Diese Erfahrungen haben Amanda Huber, welche sich in ihrer Funktion als Pflegefachfrau laufend mit gleichen Situationen konfrontiert sah, und mich dazu bewogen, uns intensiv für hirnverletzte Menschen und deren Angehörigen einzusetzen. Basierend auf unserer Vision gründeten wir im Jahre 2006 die Gönnervereinigung pro integral und im Jahre 2008 die Schweizer Stiftung pro integral. Unsere Mitarbeitenden aus beiden Organisationen setzen sich täglich für die Belange Hirnverletzter und Angehöriger ein und helfen mit, unsere Vision zu verwirklichen.

Als Stiftungsratspräsident ist es mir ein grosses Anliegen, den Erfahrungs- und Wissensaustausch mit anderen Behindertenorganisationen zu fördern und zu pflegen. Wenn alle Verantwortlichen gemeinsam einstehen sind wir in der Lage, dass Menschen mit einer Behinderung die Akzeptanz und Anerkennung finden, welche ihnen zusteht.

Unseren Spendern, Sponsoren, Stiftern, Lobbyisten und Mitarbeiter/-innen möchte ich meinen Dank aussprechen. Dank der grossartigen Unterstützung sind wir überhaupt in der Lage, den Anforderungen an eine moderne Behindertenorganisation gerecht zu werden und die grossen Erwartungen Direktbetroffener und Angehöriger zu erfüllen.

Zusammen mit meinen Stiftungsratskolleg(inn)en und Mitarbeitenden verpflichte ich mich zum Handeln, für ein besseres Leben Hirnverletzter und deren Angehörigen.

Besten Dank für Ihre Unterstützung und Mithilfe!

Michel Bätscher